03 - Spätantike

"Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn.....", so lesen wir in Galater 4,4.

Gott ist der Herr der Geschichte, und der Zeitpunkt der Geburt Jesu fiel nicht zufällig in die Zeit vor 2000 Jahren. Es war eine Phase relativer politischer Stabilität und Sicherheit. Der römische Kaiser Augustus wurde auch "Friedenskönig" genannt, und die Einheit von Verwaltung, Bildung, Rechtswesen und Sprache im Römischen Reich bildete ideale Voraussetzungen für die Ausbreitung des Evangeliums. Gut ausgebaute befestigte Straßen zogen sich durch das ganze Reich, das von Spanien bis Syrien und von Britannien bis Nordafrika reichte, und bis zum Ende des 4. Jahrhunderts hatte sich das Christentum im ganzen Römischen Imperium verbreitet. In Germanien verliefen die Grenzen des Römerreiches an Rhein und Donau, und um das Jahr 325 war das Christentum schon bis Köln, Trier, Salzburg und Linz vorgedrungen.

Das übrigen Germanien, gehörte nicht zum Römischen Reich, und war demzufolge noch heidnisch.

In den ersten Jahrhunderten waren die Christen noch starken Verfolgungen ausgesetzt, aber im Jahr 313 erließ der Kaiser Konstantin ein Toleranzedikt, das den Christen die Freiheit sicherte und im Jahr 391 wurde das Christentum zur Staatsreligion im Römischen Reich.